
Das deutsche Jagdrecht
Gegenwärtig – 2025 – gehen in der Bundesrepublik Deutschland rund 461.000 Menschen mit Schusswaffen in Wald und Feld auf die Jagd, und jährlich besuchen über 10.000 Interessenten die zahlreichen Jagdschulen, um sich auf die schwere Jägerprüfung vorzubereiten.
Ein wichtiges und schwieriges Fach, in dem schriftlich und mündlich geprüft wird, und das auch die gestandenen Jägerinnen und Jäger beherrschen und gelegentlich anwenden müssen, ist das Jagdrecht – ein komplexes Rechtsgebiet, das für den Nicht-Juristen schwer und auch für Juristen und Behördenmitarbeiter, sogar für Gerichte, nicht leicht zu meistern ist.
Mit dem Paperback und E-Book
Jagdrecht leicht gemacht

legen wir jetzt ein verständlich und leserlich geschriebenes Lehrbuch des Jagdrechts, vor allem des Bundesjagdgesetzes, vor, das einerseits mit eingestreuten lustigen Jagdrechtsfällen unterhaltsam und amüsant, aber andererseits fachlich ausführlich und präzise geschrieben ist.
Der Autor Dr. Wolfgang Lipps war über 50 Jahre lang Wirtschaftsanwalt und ist Autor zahlreicher juristischer Aufsätze und zweier juristischer Bücher („Kartellrecht“ und „Außensteuerrecht“). Er ist außerdem ein erfahrener Jäger, Jungjägerausbilder, Hundeführer, langjähriger Revierinhaber und Autor jagdlicher Bücher (s. Amazon) – darunter einem Kommentar zum Landesjagdgesetz Brandenburg (Verlag Neumann-Neudamm) -, sowie ehemals Dozent für Jagdrecht an der HNE in Eberswalde, und somit ein ausgewiesener Experte.
Das Buch ist verständlich geschrieben und so detailliert gegliedert, dass es nicht nur sehr gut für die Vorbereitung zur Jägerprüfung, sondern auch durch sein ausführliches Inhaltsverzeichnis bestens als Nachschlagewerk für alle Rechtsprobleme der jagdlichen Praxis geeignet ist. Es verzichtet weitgehend auf Zitate des Gesetzestextes und vor allem auf Gerichtsentscheidungen, fasst aber jedes Kapitel in Merksätzen zusammen, die am Ende des Buches aneinandergereiht nochmals eine kurze geraffte Darstellung der Materie bieten.
Die lustigen Jagdrechtsfälle und ihre Diskussion im Gasthaus „Zum Grünen Baum“ machen das Buch unterhaltsam und fördern das Verständnis für die komplizierte Materie.
ISBN Buch 9783695158812 E-Book 9783695139224
346 Seiten DIN A 5
Paperback € 18,00
E-Book (z.B. Kindle, Tolino u.a.m.) € 7,99
Die Rezension des Buches, veröffentlicht von Volker Seifert in der website des Forum Lebendige Jagdkultur, finden Sie hinter dem Inhaltsverzeichnis am Ende dieses Blogposts.
Das ausführliche
Inhaltsverzeichnis:
- Vorwort 1
- Allgemeines zu Jagd und Jagdrecht 5
- Ein Blick in die Geschichte. 5
- Jagdrecht und Jagdausübungsrecht 9
- Jagdrecht 9
- Jagdausübungsrecht 10
- Jagd, Wild, Jagdgesetze – der § 1 Bundesjagdgesetz. 12
- Jagd. 12
- Hege. 13
- Weidgerechtigkeit 15
- Grundprinzipien. 16
- Biodiversität 18
- Tierschutz. 19
- Nachhaltigkeit 21
- Tierarten. 23
- Jagd- und Schonzeiten. 25
- ……….Merksätze 1. 27
- Das Jagdrevier 29
- Die Revierarten. 30
- Das Eigenjagdrevier 30
- Der gemeinschaftliche Jagdbezirk. 32
- Gestaltung der Jagdbezirke. 34
- Reviergestaltung. 37
- Insbesondere: die Abrundung. 38
- Der befriedete Bezirk. 40
- ***** Jagdrechtsfall 1 – „Die gestörte Idylle“. 42
- Die ethische Befriedung. 48
- *****Jagdrechtsfall 2 – „der böse Biber“. 51
- ……….Merksätze 2. 54
- Die Jagdgenossenschaft 56
- Organe, Beschlussfassung. 57
- Jagdvorstand. 57
- Jagdgenossenschaftsversammlung. 61
- Beschlussfassung. 63
- Beschlussanfechtung. 66
- Die Angliederungsgenossenschaft 67
- *****Jagdrechtsfall 3 – „ein Mann kein Wort“. 68
- ……….Merksätze 3. 74
- Die Hegegemeinschaft 76
- Hegegemeinschaft und Hegering. 76
- Freiwillig oder behördlich verordnet 77
- ……….Merksätze 4. 79
- Die jagdliche Nutzung eines Reviers. 80
- Jagdpachtrecht 82
- Der Jagdpachtvertrag. 83
- Inhalt des Pachtrechts. 83
- Höchst- und Mindestflächen. 88
- Mitpacht, Unterpacht, Begehungsschein. 90
- Unterpacht 92
- Begehungsschein. 93
- Pächterhöchstzahl 96
- Wildschadenspauschale. 99
- Pachtfähigkeit 99
- Ende durch Fristablauf, Aufhebung, Kündigung. 103
- Wechsel des Grundeigentümers. 104
- Die Anzeige des Jagdpachtvertrages. 106
- ***** Jagdrechtsfall 4 – „Der Jäger und das Bier“. 109
- ……….Merksätze 5. 114
- Der Jagdschein. 116
- Jagdscheinarten. 117
- Der Jahresjagdschein. 118
- Der Tagesjagdschein für erwachsene Inländer 118
- Der Jugendjagdschein. 118
- Der Falknerjagdschein. 120
- Der Ausländerjagdschein. 121
- *****Jagdrechtsfall 5 – „Der Schein trügt – nicht“. 122
- Die Jägerprüfung. 128
- Umfang der Prüfung. 129
- Falknerprüfung. 131
- Versagung des Jagdscheines. 132
- Das System der Versagungsgründe des BJagdG.. 133
- Fakultative Versagungsgründe 17(2) 135
- Zwingende Versagungsgründe 17(1) 136
- Zuverlässigkeit nach Jagd- und Waffenrecht 137
- Auskünfte anderer Stellen. 145
- Körperliche Eignung. 149
- Schlussbemerkung. 150
- ……….Merksätze 6. 151
- Jagdbeschränkungen. 153
- Sachliche Verbote. 154
- Örtliche Verbote. 162
- Beunruhigen von Wild. 162
- Wildfolge. 163
- ……….Merksätze 7. 164
- Der Abschussplan. 165
- Einzelfallentscheidung. 168
- Vorrang der Land- und Forstwirtschaft 171
- Erstes Rechtsmittel: Widerspruch. 173
- Weiteres Rechtsmittel: Klage. 175
- Landesjagdgesetze. 177
- Mindestabschusspläne. 177
- *****Jagdrechtsfall 6 – „Planwirtschaft“. 180
- ……….Merksätze 8. 185
- Jagdschutz. 186
- Jagdschutz im Einzelnen. 186
- Jagdschutzberechtigte. 187
- Bestätigte Jagdaufseher 187
- Befugnisse. 189
- Wilderei § 292 StGB.. 190
- Der Tatbestand der Wilderei 191
- Wilderei durch Jagdausübungsberechtigte. 195
- Wilderei bei nichtigem Pachtvertrag. 195
- Das Jedermann-Festnahme-Recht 198
- Festnahmerecht 198
- Zwang und Schusswaffe. 201
- Notstand und Selbsthilfe. 203
- Jagdschutz gegen Futternot 205
- Fütterungen und Kirrungen. 206
- Jagdschutz vor wildernden Hunden und Katzen. 207
- Wildernde Hunde. 208
- Merkblatt – Jäger contra Hundehalter?. 208
- Überwachung von Vorschriften. 212
- Jagdschutz und Wildseuchen. 212
- *****Jagdrechtsfall 7 – „Hände hoch“. 213
- ……….Merksätze 9. 218
- Wild- und Jagdschaden. 220
- Schadensarten. 221
- Wildschaden generell 221
- Die Schadensersatzpflicht – § 29. 224
- Mitverschulden. 232
- *****Jagdrechtsfall 8 – „Verwirrender Wildschaden“. 235
- Jagdschaden. 238
- Deliktshaftung. 240
- Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen. 241
- Schadensarten im Jagdrecht – Tabelle. 242
- ……….Merksätze 10. 244
- Wildhandel und Wildschutz. 245
- ……….Merksätze 11. 252
- Jagdbeirat und Vereinigungen der Jäger 255
- Jagdbeirat 256
- Vereinigungen der Jäger 262
- ……….Merksätze 12. 267
- Straf- und Bußgeldvorschriften. 269
- Straftaten § 38. 269
- Ordnungswidrigkeiten. 272
- Vorsätzliche Verstöße Abs. 1. 272
- Vorsätzlich oder fahrlässig nach Abs. 2. 277
- Nebenfolgen der Taten. 279
- Einziehung von Gegenständen. 279
- Einziehung nach Landesrecht 280
- Jagdverbot 280
- Entziehung des Jagdscheines. 282
- ……….Merksätze 13. 285
- Jagdrecht in Merksätzen. 287
- Anlagen. 297
- Anlage 1: Muster Mitgesellschaftervertrag. 297
- Anlage 2: Muster Jagdpachtvertrag. 309
- Anlage 3: Muster Begehungsschein. 322
- JUN.i Institut: Verlagsprogramm.. 324
- Der Autor 324
- Dieses Buch: Jagdrecht leicht gemacht 325
- Kürzeste Geschichte der Jagd. 327
- Kürzeste Geschichte des Waldes. 330
- Wolf und Mensch. 332
Rezension zu: Wolfgang Lipps – Jagdrecht leicht gemacht
Veröffentlicht: 13. Januar 2026
https://www.forum-jagdkultur.de/beitraege/393-rezension-zu-wolfgang-lipps-jagdrecht-leicht-gemacht
Von Volker Seifert
Während ich Wolfgang Lipps’ „Jagdrecht leicht gemacht: Ein unterhaltsames Lehrbuch für Anfänger und Fortgeschrittene“ mit Genuss und Gewinn las, stellte sich fast wie von selbst eine literarische Assoziation ein: Selma Lagerlöf. Auf den ersten Blick könnten die beiden Werke kaum unterschiedlicher sein – das eine ein Jagdrechtslehrbuch für Erwachsene, das andere ein Kinderbuch über eine fantastische Reise durch Schweden –, und doch verbindet sie etwas Subtiles: die Art und Weise, wie Wissen in Sprache gebettet wird, so dass es nicht als Last, sondern als Erlebnis erscheint.
Nils Holgerssons wunderbare Reise durch Schweden entstand 1906/1907 im Auftrag des schwedischen Lehrerverbands. Der Anlass war eindeutig pädagogisch: Es fehlte an einem modernen Geografiebuch für die Grundschule. Lagerlöf hatte jedoch nicht die Absicht, ein Lehrbuch zu schreiben. Ihre Vorgaben waren ungewöhnlich, fast schon radikal: Wissen sollte nicht trocken vermittelt werden; Kinder sollten lesen wollen, nicht müssen. Die Landschaften, die Geschichte, die Natur und die Mentalität Schwedens sollten nicht erklärt, sondern erzählerisch erfahrbar werden. Lernen entsteht hier nicht durch Instruktion, sondern durch Mitgehen, durch Teilhabe an einer erzählten Welt, in der Fakten und Fiktion ineinanderfließen und der Leser die Details selbst entdeckt.
Wolfgang Lipps dagegen wurde nicht von pädagogischer Seite aufgefordert, ein Lehrbuch zu schreiben, und auch an Grundschulkinder richtet er sich nicht. Dennoch erreicht er etwas vergleichbar Selma Lagerlöf: Er vermittelt die Grundlagen des Jagdrechts, ein Fachgebiet, das andernorts trocken, kompliziert und einschüchternd wirkt, auf eine Weise, die literarisch gestaltet und angenehm zu lesen ist. Lipps’ Text öffnet den Zugang zu einem komplizierten Terrain, ohne dass der Leser je das Gefühl hat, unterrichtet oder belehrt zu werden. Die Regeln, Prinzipien und Grenzen des Jagdrechts entfalten sich wie ein Landschaftsplan, der sich Schritt für Schritt erschließt. Gleichzeitig kann man die rhythmische Sprache, die narrative Struktur und den spielerischen Ton genießen, die den Stoff leichter zugänglich machen, ohne ihn zu trivialisieren. Das Buch eignet sich zur Vorbereitung auf die Jagdscheinprüfung – den Jagdschulen und Lehrgangsleitern der Kreisjägerschaften sei dies empfohlen – sowie zur Auffrischung bzw. Aktualisierung des Wissens für langjährige Jäger.
Beide Werke, so verschieden sie auch sind, teilen die Überzeugung, dass Lernen mehr ist als die Aufnahme von Fakten: Es ist eine Erfahrung, die Sprache und Vorstellungskraft zugleich beansprucht. Lagerlöf lässt Kinder mit Nils reisen und entdecken, Lipps lässt Erwachsene mitgehen und verstehen – in beiden Fällen ist die Vermittlung von Wissen eingebettet in eine erzählerische Form, die den Leser einlädt, aufmerksam zu sein, neugierig zu bleiben und selbst zu entdecken. Was anfangs rein funktional erscheint – sei es Geografie oder Jagdrecht –, wird durch die narrative Gestaltung zu etwas Lebendigem, Bewegtem und Persönlichem, zu einer Erfahrung, die man nicht einfach konsumiert, sondern erlebt.
Oktober 2025 bei BoD – Books on Demand, 346 Seiten
Dr. Wolfgang Lipps – Dr. iur. utr. (Heidelberg), Diplom im Internationalen Recht (Jur. Fakultät der Universität Paris). Mitglied der Auditeurs et Anciens Auditeurs der Akademie für Internationales Recht in Den Haag und Postgraduate der London School of Economics. Mitgliedschaften hielt und hält Dr. Lipps u. a. bei: Deutsche Steuerjuristische Gesellschaft, Studienvereinigung Kartellrecht, Deutscher Jagdrechtstag, Forum lebendige Jagdkultur u.a.m. Er ist öffentlich bestellter und vereidigter Dolmetscher für die englische Sprache. Als Geschäftsführer leitet er die JUN.i Institut für Jagd Umwelt und Naturschutz GmbH in Liepe bei Eberswalde.





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